Распознанный текст (OCR Internet Archive), не вычитан. Лицензии

Hand, um zu lenken, so beeilte sich Baucher schliesslich doch, auf beide Hilfen wieder zurückzukommen.

Warum also unter diesen Umständen einer Hilfe entsagen, auf welche man jeden Augenblick doch wieder zurückkommen muss? Bedarf es eines Beispiels? Versuche man doch die Arbeit auf zwei Hufschlägen ohne Schenkel! Nichts deutet dem Pferde an, dass die Hinterhand weichen soll, besonders dann nicht, wenn man zwei Hufschläge im Galopp oder im Passagieren verlangt. Versuche man doch einmal den Spanischen Trab ganz ohne Schenkel zu erlangen: das Pferd wird zwar die Vorderbeine auf der Stelle ein wenig heben, aber nichts wird ihm den zum Antraben nötigen Schwung geben. Man wechsle doch einmal die Hilfen und verlange dieselbe Arbeit, ohne die Hand zu gebrauchen: die Schenkeltätigkeit wird, um das Herausheben und die Streckung der vorderen Gliedmassen zu erzielen, zu dem Resultat führen, dass das Pferd sich ungestüm nach vorwärts wirft; denn nichts hält es zurück und richtet die Vorhand auf; und ebenso würde es in allen anderen Gangarten sein.

Ich gebe jedoch zu, dass ein Schulpferd, dessen Ausbildung bis zum letzten Grad von Feinheit durchgeführt ist, alle Bewegungen aus Gewohnheit ohne Beistand der Hilfen ausführt; um das Pferd dahin zu bringen, genügt es, ihm die Hilfen mit losen Zügeln und durch einfaches Berühren mit den Hosen anzudeuten. Das ist schliesslich nichts anderes als eine Frage der feinen Unterschiede; aber alle Kunst besteht eben nur aus feinen Unterschieden.

Weil Baucher eingesteht, immer nur ein „Gleichgewicht zweiter Ordnung“ (unvollkommene Versammlung) gehabt zu haben, bin ich zu glauben berechtigt,

Читать сплошным текстом