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man die Schenkel, so ist es die Hinterhand, die sich verändert. Weil aber keine Übereinstimmung zwischen den Hilfen herrscht, wird das Pferd den Galoppwechsel nicht ausführen können.
Oft misst man dem Pferde, welches verwirrt wird, die Schuld bei. Man tut unrecht daran; denn es ist fast immer der Reiter, der es dazu veranlasst, weil er sich bis zu dem entscheidenden Augenblick nicht ruhig verhält.
Es kommt auch vor, dass das Pferd, im Glauben es recht gut zu machen, die Aufforderung des Reiters nicht erst abwartet. Es kommt unserem Wunsche oder dem, was es für unsern Wunsch hält, zuvor, deshalb kann man eigentlich dem Reiter nicht genug einschärfen, während der ersten fünf Galoppsprünge in absoluter Ruhe zu verharren.
Sobald den Pferden das Wechseln leicht fällt, führen sie es häufig selbständig aus, ohne hierzu auch nur im geringsten aufgefordert zu sein.
In diesem Falle muss man das Pferd strafen, denn wenn man ihm erlaubt, aus eigenem Antrieb eine Bewegung zu machen, welche man nicht von ihm gefordert hat, so kann man keine Regelmässigkeit der Galoppwechsel erzielen.
Wenn ich sage, man müsse strafen, so meine ich damit, dass man den Fehler zurückdrängen soll. Angenommen, das Pferd wäre im Rechtsgalopp und wechselte früher, als man verlangt, so muss man einfach mit dem linken Sporn kräftiger als gewöhnlich eingreifen, um es zu veranlassen, im Rechtsgalopp zu bleiben. Dasselbe würde man natürlich mit dem rechten Sporn machen, wenn das Pferd aus dem Linksgalopp unaufgefordert nach rechts gewechselt hätte.