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Ruhe hinnimmt, verlange ich denselben Wechsel nach und nach in grösserer Anzahl bei jedem sechsten Galoppsprung. Es ist selbstverständlich, dass dies nicht im Übermass geschehen darf.

Sollte sich das Pferd dabei erregen, so halte ich an, lobe es aber nicht, denn sonst könnte es glauben, dass ich es zu dieser Erregung ermuntern wolle. Ich reite Schritt, stelle mir das Pferd in die Hand, fange dann von vorn an und beendige die Übung nicht früher, als bis die Galoppwechsel in aller Ruhe ausgeführt werden.

Die Klippe, an der die Galoppwechsel oft leicht scheitern, liegt einzig und allein in den vorbereitenden Hilfen, welche von den Reitern zur Erreichung des Zweckes für gewöhnlich gegeben werden. Ich spreche wohlverstanden nicht von der Gesamtvorbereitung des Pferdes, welche natürlich unerlässlich ist, sondern einfach von der speziell vorbereitenden Hilfe des Reiters, die er kurz vor dem Moment gibt, in welchem er den Wechsel ausführen will. Es ist äusserst wichtig, dass er während derjenigen Galoppsprünge, bei welchen das Pferd nicht wechseln soll, recht still sitzt. So darf er während der ersten fünf Galoppsprünge nicht die leiseste Bewegung machen. Erst zum sechsten Galoppsprung darf er seine Hilfen ändern, dann aber auf einmal und mit grosser Entschiedenheit. Wenn man schon beim vierten oder fünften Tempo das Wechseln vorbereiten wollte, würde man sicherlich einen falschen Weg einschlagen; denn das für die Reiterhilfen schon sehr empfindliche und auf die Aufforderungen sehr aufmerksame Pferd würde durch die Einwirkung der vorbereitenden Hilfen verwirrt werden; rührt man die Zügel, so ist es die Vorhand, bewegt

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