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im letzten Moment, möglichst dicht vor dem Ziel, an sich. Das genau richtige Schätzen der Schnelligkeit ist es, was dieselben zu dem Urteil berechtigt, dass ihre Gegner die von ihnen gleichfalls aufgenommene Schnelligkeit nicht durchhalten können, und welches ihnen ebenso das Bewusstsein gibt, dass sie selbst noch zulegen können.

Zu Chantilly habe ich Watts auf „Louis d'Or“ dieses Prinzip sehr geschickt und erfolgreich anwenden sehen. Es war ein Rennen mit schwerem Gewicht; alle trugen gleichmässig achtzig Kilogramm. „Atalante“ war Favorit und konnte nach ihrem Bau entschieden am besten schweres Gewicht vertragen.

Watts liess „Louis d'Or“ in seinem gewohnten Tempo laufen, ohne den Versuch zu machen, die anderen einzuholen; das Rennen ging über dreitausend Meter. Im Anfang war er um zweihundert Meter zurück, und trotz dieses Abstandes legte er nicht zu. Wie es gewöhnlich zu geschehen pflegt, mussten die anderen, nachdem sie eine zu starke Schnelligkeit vorgelegt hatten, das Tempo allmählich verkürzen; er dagegen, welcher die Anfangsgeschwindigkeit beibehalten hatte und die Möglichkeit besass, sie noch zu vergrössern, schlug den Favoriten wenige Meter vor dem Ziel. Man kann dreist behaupten, dass er nur vermöge seiner richtigen Beurteilung des Tempos dieses Rennen gewonnen hat.

F. Archer, welcher den Grand Prix de Paris auf „Paradox“ gewann, hat uns das schönste Beispiel damit geliefert. In bezug auf Finessen im Reiten, auf Kaltblütigkeit und auf Talent hat er sich in keinem Augenblick verleugnet. Zuerst hielt er sich hinter dem Feld zurück; dann gegen Ende des Rennens legte er

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