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es weniger leicht, und lässt sich auch weniger von seiner Furchtsamkeit beeinflussen.
Ich stelle somit den Grundsatz auf, dass man niemals ein Pferd züchtigen darf, auf welches ein äusserer Gegenstand einen Furcht erregenden Eindruck gemacht, oder welcher das Tier erschreckt hat. Man muss im Gegenteil diesem Eindruck zuvorkommen oder denselben abschwächen, indem man durch Liebkosungen das Tier beruhigt.
Wie ich bereits erwähnt habe, besitzt das Pferd nur wenig Verstand. Die Überlegung geht ihm ganz ab; es hat nur Gedächtnis. Ist es geschlagen worden, wenn es bei einem plötzlich auftauchenden Gegenstande erschrak, so wird es in seinem Gedächtnis diesen Gegenstand mit der Strafe in Verbindung bringen, so dass beides gewissermassen für das Tier nur ein und dasselbe bildet. Sowie ihm ein zweites Mal derselbe Gegenstand vor Augen tritt, wird es sich auf dieselbe Züchtigung gefasst machen, seine Furcht nimmt zu, und es wird ganz naturgemäss erst recht sein Heil in der Flucht suchen.
Nicht alle Pferde sind in gleichem Masse furchtsam. Einzelne Pferde sind gelegentlich oder auch ausschliesslich auf der einen Seite für Eindrücke empfänglicher, als auf der anderen. Die landläufige Bezeichnung dafür ist daher: das Pferd scheut rechts oder links.
Bemerken will ich noch, dass Pferde mit sogenannten Glasaugen meist furchtsam sind.
Man sagt oft mit Unrecht, dass ein Pferd scheu ist, während es bloss zu übermütig und zu frisch ist. Richtiger würde man von ihm sagen, dass es ausgelassen ist, dass es den Drang hat, seine Muskeln zu er-