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proben, sich einmal ordentlich zu strecken; dass es, mit anderen Worten, sich in der Lage eines Kindes befindet, welches lange auf einem Fleck sitzen musste, und nun, da es freigelassen wird, naturgemäss unter allen möglichen Vorwänden die tollsten Luftsprünge macht. In einem solchen Falle sind ebensowohl Strafen, wie Liebkosungen ganz überflüssig; was dem Pferd Not tut und was man ihm geben muss, ist ein tüchtiger Galopp. Man lasse es drei oder vier Kilometer ordentlich laufen, und es wird nachher ruhig und gefügig sein.
Besondere Erwähnung verdienen gewisse Pferde, welche von Natur aufgeregt sind, welche sich mit allem, was sie sehen oder hören, immerfort beschäftigen, welche über tausenderlei Kleinigkeiten erschrecken und in jedem Augenblick unvermutete Sätze machen. Diese Sorte ist zum Reiten sehr unbequem. Man gebe ihnen reichliche Arbeit, um sie zu beruhigen, damit sie sich loslassen, und streichle sie, um ihnen Vertrauen einzuflössen.
Spricht man von furchtsamen Pferden, so nimmt das Aufzählen aller einzelnen Fälle gar kein Ende. Es gibt jedoch einige, welche ich noch anführen möchte. Gewisse Pferde fürchten sich vor allem, was höher ist, als ihr Kopf, vor allen denjenigen Dingen, welche sie überragen, vor einem Wagen, einem Omnibus, vor einer nur wenig erhöhten Brücke, vor einem Torweg: alles dieses erschreckt sie. Man möchte fast sagen, dass sie für ihren Kopf fürchten. Alle Gegenstände dagegen, welche sich tiefer befinden, lassen sie völlig kalt.
Andere Pferde wiederum sind bodenscheu, erschrecken bloss über das, was am Boden liegt, über einen Schatten, einen Sonnenstrahl, eine Wasserpfütze,