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behagen des Renngalopps auf einem Vollblutpferde? Das ist wie die rollende Woge, aber so sanft, so erfrischend, dass die Luft, welche Sie durchschneiden allein schon genügt, um in Ihnen das Gefühl der Schwermütigkeit völlig zu beseitigen. Das ist der Flug, der hohe, berauschende Flug ohne Anstrengung, ohne Ermüdung; das ist eine sinnliche Freude, welche den Geist verzehrt und welche nichts anderes in Ihnen aufkommen lässt, als das närrische Vergnügen, sich des unbegrenzten Raumes zu bemächtigen. Ich sage Ihnen, dass das Vollblutpferd den Menschen vervollkommnet.
XXII. Furchtsame Pferde.
Für gewöhnlich sagt man, dass ein Pferd furchtsam ist, wenn der Anblick eines Gegenstandes oder irgend ein Geräusch einen derartigen Eindruck auf dasselbe macht, dass es stehen bleibt, ausbricht, durchgeht oder Kurzkehrt macht. Jedes Pferd kann mehr oder minder erschrecken, je nachdem es für Eindrücke empfänglich ist. Glücklicherweise sind nicht alle Pferde furchtsamer Natur.
Die Empfänglichkeit für plötzliche Eindrücke kann durch die Dressur bedeutend vermindert und abgeschwächt werden. Bei der Arbeit bildet sich ein gewisses gegenseitiges Vertrauen zwischen Reiter und Pferd heraus. Ist letzteres nicht roh behandelt worden, ist es nie mit Gewalt an den Gegenstand, vor welchem es erschrocken ist, herangebracht worden, mit einem Worte, flösst die Gegenwart des Reiters ihm Vertrauen ein, anstatt es zu beunruhigen, so erschrickt