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notwendig, ziemlich viel zu verlangen, wenn man auch nur ganz wenig erreichen will.
Im weiteren Verlaufe der Arbeit genügt es jedoch, nur sehr wenig Stellung zu verlangen, vorausgesetzt, dass Kopf und Hals richtig gestellt sind und dass das Pferd die Kinnladen loslässt.
XII. Wendungen auf der Vor- und Hinterhand.
Sobald ich nach und nach erreicht habe: 1. dass mein Pferd der Peitschenhilfe willig nachgibt; 2. dass es mit Leichtigkeit die seitlichen Biegungen ausführt, handelt es sich jetzt für mich darum, diese beiden Bewegungen miteinander zu verbinden.
Ich habe das Pferd zuallererst gelehrt, der Peitschenhilfe von links nach rechts nachzugeben, indem ich es mit dem linken Trensenzügel, welcher ihm den Kopf nach links stellt, um die Kruppe nach rechts zu bringen, darin unterstützte. Das ist, was man ,,einseitliche Hilfen“ nennt (Tafel XVIII, Figur 1), weil beide Hilfen sich auf ein und derselben Seite bemerkbar machen. (Rechter Zügel, Peitsche von rechts.) Hat das Pferd diese angenommen, so erlange ich nach und nach, dass es schon nachgibt, während ich ihm den Kopf ganz geradeaus stelle. (Tafel XVIII, Figur 2.) Das nennt man ,,direkte Hilfen“. Nun soll es aber den ,,diagonalen Hilfen“ willig folgen, d. h. der Peitschenhilfe von links und der Kopfstellung nach rechts. (Tafel XIX.)[1]
Ich habe schon früher auseinandergesetzt, dass die einseitliche Reitkunst nichts anderes, als die Vorbereitung für die diagonale sei, welche doch die einzig vernunftgemässe ist und allein dahin führt, eine Gesamtwirkung zu erzielen. Alle Welt versteht, dass auch der Reiter diagonal einwirken soll, ↩︎