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Ohne mich der Trense zu bedienen, deren Enden ich jedoch in der linken Hand behalte, erfasse ich zu dem Zweck mit der linken Hand den linken Kandarenzügel[1] ganz dicht am Maul, während die rechte Hand in Brusthöhe gleichzeitig die Peitsche und den über den Widerrist hinweglaufenden rechten Kandarenzügel ergreift. (Tafel XIX.) Das Pferd befindet sich nun also in der direkten Biegung. Sodann mache ich den Anfang mit der rechtsseitlichen Biegung, indem ich den Kopf des Pferdes durch kleine Anzüge des Kandarengebisses von unten nach oben aufrichte und ihn rechts stelle; zugleich lasse ich die Hinterhand vermittelst der Peitsche von links nach rechts weichen. Schliesslich steigere ich alle diese Hilfen, bis Hals, Kopf und Maul ebenso wie die Hinterhand bis zur Vollkommenheit nachgeben. Auf diese Weise gelange ich dahin, dass das Pferd sich während der vollständigen seitlichen Biegung um seine Vorhand dreht. Ich bediene mich absichtlich des Wortes ,,drehen“, obgleich es meiner Auffassung nur unvollkommen Ausdruck gibt, welches aber die Art und Weise, wie Baucher die Wendung ausgeführt wissen wollte, klar legt. Nach seiner Methode soll bei der Drehung der Hinterhand die Vorhand tatsächlich stehen bleiben und als Drehpunkt dienen. Ich finde, dass das ein Fehler ist. Während der Dressur-Periode überhaupt sollte kein Körperteil des Pferdes
aus dem einfachen Grunde, weil die Bewegungen des Pferdes diagonale sind.
Um die Tätigkeit der Zügel anschaulicher zu machen, habe ich in der Figur der Tafel XIX die Trensenzügel in Fortfall gebracht.
Ich erinnere daran, dass das äusserste Ende der Trensenzügel in die hohle Hand zu nehmen ist. (Siehe die beiden Figuren der Tafel XVIII.) ↩︎