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es leichter ist, dem Schüler gleich anfangs eine gute Haltung beizubringen, als später eine mangelhafte zu verbessern.

Kurz zusammengefasst ist das vornehmlichste Erfordernis der feste Sitz, und dieser ergibt sich nur aus einer guten Haltung und aus der Praxis. Ich füge noch hinzu, dass der Reiter gleichzeitig nicht etwa unvorsichtige Tollkühnheit, sondern Vertrauen zu sich selbst besitzen muss, welches ihm seine ganze Kaltblütigkeit erhält und ihm die freie und vollständige Anwendung der Hilfen und der bisher erworbenen Kenntnisse gestattet.

Indes ist es nicht notwendig, ein sehr erfahrener Stallmeister zu sein, um gut reiten zu können. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Reiter, der theoretisch sehr bedeutend, in der Praxis aber ungeschickt ist und einem anderen, der, ohne sich auf gelehrte Auslegungen einzulassen, nichtsdestoweniger imstande ist, alle Pferde, die überhaupt dazu tauglich sind, zu reiten, so gebe ich dem letzteren den Vorzug.

Der reine Theoretiker kommt fast immer dahin, die Pferde, welche er zu dressieren vermeint, stätig zu machen. Er besitzt zwar tatsächlich den festen Willen, dem Pferde eine bestimmte Bewegung abzuverlangen, aber aus Mangel an Praxis ist sein blosser Wille nicht ausreichend und erlaubt ihm nicht durchzudringen, wenn das Pferd ihm offenen Widerstand leistet.

Nichts ist schlechter, als Widersetzlichkeiten hervorzurufen, wenn man nicht die Entschlossenheit besitzt, diese bis zum äussersten zu bekämpfen und ihrer Herr zu werden.

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