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von den eigenen Kräften nach Belieben Gebrauch zu machen, beherrschte er folglich das Pferd.

Übrigens kann sich das Pferd immer der Kraft mit Gewalt entziehen, und in diesem Falle wird der Reiter schnell am Ende seiner Macht sein. Deshalb muss der Reiter das Pferd nicht zum Bewusstsein seiner eigenen Kräfte kommen lassen, damit es dieselben nicht gegen ihn ausnutzen kann.

Man erreicht das, indem man die Absichten des Pferdes im voraus zu fühlen und zu erraten sucht. Der Reiter, welcher Takt hat, sieht den Widerstand voraus, fühlt ihn kommen und wendet ihn ab, bevor das Pferd Zeit findet ihn auszuführen.

Baucher beklagte sich, nachdem er sich sein Leben lang mit der Dressur von Pferden, wie „Partisan“, „Buridan“, „Capitaine“, „Stades“ und anderen beschäftigt hatte, dass seine Pferde in den Wendungen nicht immer leicht blieben. Er gab hierfür als Grund an, dass er mit seiner Dressurmethode nur ein „Gleichgewicht zweiter Ordnung“ erzielt habe, was ich „unvollkommenes Gleichgewicht“ oder „unvollendete Versammlung“ nenne. Nach ihm müsste sich das „Gleichgewicht erster Ordnung“, was ich „vollkommenes Gleichgewicht“ oder „vollständige Versammlung“ nennen würde, durch Einwirkung der Hand ohne die Schenkel, und der Schenkel ohne die Hand erreichen lassen. Hier irrt Baucher aber ganz gewaltig, denn wenn er damit endete, das Gleichgewicht erster Ordnung zu finden, so geschah das nur dank der Aufrichtung von Kopf und Hals, welche er erst gegen Ende seiner Laufbahn guthiess, als er schon nicht mehr reiten konnte. So wie er Kopf und Hals seiner Pferde stellte, konnte er eine vollkommene Versamm-

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