Распознанный текст (OCR Internet Archive), не вычитан. Лицензии
um bei ihm einen gleichen Grad von Versammlung zu erzielen, musste man die Zügel viel straffer anspannen.
Ich ritt die Pferde abwechselnd, begab mich im Schritt, Trab oder Galopp mit ihnen auf die Trainierbahn zu Bagatelle, und beobachtete während des Rittes dahin bei diesen verschiedenen Gangarten denselben Unterschied im Maul, wie ich ihn in der Reitbahn bei der feinsten Arbeit in der hohen Schule festgestellt hatte.
Auf dem Rennplatze angekommen und nachdem ich die Kinnkette ausgehakt und die Kandarenzügel über dem Pferdehalse zusammengeknotet hatte, liess ich meine Pferde einen kurzen Versuchsgalopp gehen. Auffallend schnell fanden beide Pferde ihre alte Haltung und den gestreckten Galopp wieder. Ich liess sie dann etwa tausend Meter im schnellsten Lauf zurücklegen. Man würde nicht geglaubt haben, dass die Pferde in den letzten 18 Monaten nicht gelaufen waren; aber beide zeigten im Renngalopp den gleichen Unterschied im Maul, den sie früher bei der Arbeit in der hohen Schule und während des Spazierenreitens gezeigt hatten.
„Redoubt“ legte sich gerade genug auf die Hand, um gut zu laufen; „Gant“ hingegen nahm sehr starke Anlehnung, zog mit aller Macht an den Zügeln und ging durch. Ersteren konnte ich schon nach einigen Galoppsprüngen abstoppen, wie ich wollte, während mir das bei letzterem erst nach 150 bis 200 Metern gelang; und das auch mehr mit der Stimme als mit der Hand.
Nach diesen Rennversuchen kehrte ich im Schritt zum Stall zurück, um meine Pferde zu Atem kommen