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Hals und hohe Kruppe. Was wird eintreten? Einige werden sich nicht genug auf die Hand stützen und laufen schlecht; andere stützen sich gerade genug, um gut zu laufen, und noch andere legen sich zu stark auf die Hand; einige schliesslich gehen durch, trotz der soliden Arme und der Kraft ihres Reiters.

Das beweist doch nur, dass nicht alle, obgleich sie sämtlich in der gleichen Haltung sind, den gleichen Grad von Empfindsamkeit im Maul haben. Bemerke man doch, dass alle Pferde im Training ein und dasselbe Gebiss haben: eine einfache Trense. Also kann man ihre verschiedene Art, sich auf die Hand zu legen, nicht etwa auf die Rechnung des Gebisses setzen.

Ich besitze hierüber Erfahrungen, die keinen Zweifel zulassen können. Auch fürchte ich mich nicht, folgende Grundsätze aufzustellen: 1. Jedes Pferd besitzt eine ihm eigene Empfindsamkeit, welche niemals derjenigen eines anderen Pferdes genau gleich ist. 2. Diese Verschiedenheit im Maul ist unabhängig von Arbeit und Gleichgewicht; gleichviel in welcher Gangart.

So habe ich z. B. zwei Vollblutpferde besessen und für die hohe Schule dressiert, die schon vorher Erfolge auf der Rennbahn gehabt hatten: „Redoubt“ von „Parmesan“ und „Gant“ von „Gantelet“ aus der „Mademoiselle de Romanerie“. Ich bekam sie erst, als sie schon fünf Jahre alt waren und habe bemerkenswerte Schulpferde aus ihnen gemacht.

„Redoubt“ hatte ein feinfühliges und empfindsames Maul; er nahm die vollkommene Versammlung an und erhielt sich darin fast ohne Einwirkung der Zügel. „Gant“ hingegen hatte ein härteres Maul;

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