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denn doch herausgestellt, nämlich das Pferd zeigt keinerlei Ungeduld mehr und hört auf zu piaffieren, sobald man es mit dem Kopf nach der dem Stalle abgewandten Seite aufstellt.
Da haben wir ein mechanisch dressiertes Pferd. Ich höre hiermit auf, da ich nichts weiter beabsichtigte, als eine kurze Darstellung des neuen Systems der Pferdedressur wiederzugeben. Für jede Art Arbeit bringen die Anhänger dieser Schule ähnliche Mittel zur Anwendung. Ich unterlasse es, diese zu beschreiben.
Ein Pferd, welches mit alleiniger Hilfe von Schenkel und Zügel und nur durch deren Gesamtwirkung das Piaffieren gelernt hat, führt dies nach dem Belieben seines Reiters in jedem Moment und an jedem Ort aus.
Es ist trotz alledem nicht weniger wahr, dass das System der neuen Schule fast überall zur Anwendung kommt. Man dressiert Pferde, ohne sie zu besteigen, und zwar mit Hilfsmitteln, die denen nicht unähnlich sind, welche man bei der Dressur von Affen und Ziegenböcken in Anwendung bringt. Das ist, was man in Wien ironisch „Pudeldressur“[1] nennt.
Es ist übrigens leicht zu verstehen, welche Ursachen es zuwege bringen, dass das in dieser Weise gelehrte Piaffieren immer schlecht sein wird. Ent-
In dieselbe Kategorie muss man das von gewissen Autoren empfohlene Verfahren zählen, das Pferd, das Piaffieren oder Passagieren zu lehren, indem man ihm eine Arie in zwei Takten vorsingt.
Ich habe niemals ein Pferd vermittels irgend einer Musik dressiert; mein ganzes Orchester steckt in meinen Sporen. Wenn meine Pferde zum ersten Male Musik hören, kommen sie zunächst aus dem Takt, aber sie finden sich leicht darein. ↩︎