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zwei Arten des Piaffierens, die eine langsam mit hohen Tritten, welche schwer zu erzielen ist und welche nicht von allen Pferden ertragen wird; die andere, sehr beschleunigt und dicht auf der Erde, welche man bei fast allen Pferden erreichen kann.
Das hohe und langsame Piaffieren unterscheidet sich von der natürlichen Passage nur insofern, als es genau auf der Stelle auszuführen ist. Man gelangt dahin, indem man die Passage Schritt für Schritt verkürzt, bis sie sich auf der Stelle vollführt. Das Piaffieren erfordert also mehr Versammlung und folglich mehr Schenkel und grössere Geschicklichkeit der Hand.[1]
Hat man zur Erlernung des Piaffierens nicht die Passage zu seiner Verfügung gehabt, so kann das Piaffieren auch aus dem Schritt hervorgehen. Bei einem heftigen und ungeduldigen Pferde erreicht man das beschleunigte Piaffieren leicht, aber auch das wird niemals richtig sein, wenn es nicht nach allen Regeln der Reitkunst gelehrt ist.
Es genügt in der Tat nicht, dass das Pferd lebhaft und heftig sei, um es durch Anwendung von Peitsche, Schenkel und Zungenschlag zum Piaffieren zu veranlassen. Durch diese Kraftmittel wird man unzweifelhaft dahin gelangen, bei dem Pferde Ungeduld hervorzurufen, aber nicht dahin, es zu lehren, wie
Siehe die Abbildung Tafel XXIX, Figur 1: „Markir“ piaffierend. Rechte Diagonale in der Luft.
Tafel XXIX, Figur 2: „Markir“ piaffierend. Diagonale links in der Luft. Man bemerkt in beiden Figuren die Energie der Aktion an den hocherhobenen Vorderbeinen, welche immer höher als die Hinterbeine erhoben werden, im Gegensatz zu dem durch die Peitsche erlernten Piaffieren. ↩︎