Распознанный текст (OCR Internet Archive), не вычитан. Лицензии
Rolle spielt. Wenn Herr X. häufig gute Pferde hat, so kommt es vielleicht daher, weil er dieselben vernünftig gebraucht, weil er ihr Können richtig würdigt und sie nicht überanstrengt, was jedoch nicht ausschliesst, dass sie fest herangenommen werden, erst recht sogar. Wenn Herr Y. immer nur schlechte Pferde hat, trotz aller gebrachten Geldopfer, so liegt der Grund vielleicht darin, dass er ein ungenügender Reiter ist, dass er zu wenig Verständnis für das Pferd besitzt und sich nicht bewusst ist, was man von einem Pferde verlangen kann und in welcher Weise dies zu geschehen hat.
Wer meiner unmassgeblichen Ansicht vertrauen will, dem zögere ich nicht, den Rat zu geben, für die Jagd nur das beste und solideste Pferd zu wählen.
Die Engländer sagen: „Hacking is art[1], hunting is pluck“. Meinem Dafürhalten nach ist dieses Sprichwort nicht ganz zutreffend. Es ist ja zweifellos, dass man auf der Jagd beherzter sein muss, als beim Spazierenreiten, weil dort das Tempo ein viel schnelleres ist, und die Hindernisse plötzlich erscheinen. Nichtsdestoweniger kann aber die Kühnheit niemals das ersetzen, was die Engländer mit Kunst bezeichnen, also das völlige Beherrschen der Reitkunst. Ich möchte sogar behaupten, dass diese Kenntnis für die Jagd notwendiger ist, als für das Spazierenreiten, weil bei ersterer die Gefahr häufiger eintritt, und auch grösser ist.
Um Jagd zu reiten, muss man ebensogut zu reiten verstehen, wie beim Spazierenreiten oder beim Wettrennen.
Um die Wahrheit zu sagen, habe ich in Rottenrow immer mehr „hacking“ als „Kunst“ gesehen. ↩︎