Распознанный текст (OCR Internet Archive), не вычитан. Лицензии
worteten mir, dass je toller die Pace, desto geringer die Gefahr für sie wäre. Dieser scheinbare Widerspruch ist im Grunde genommen richtig. Sie begründen ihn nämlich damit, dass der Jockey gewöhnlich unter das Pferd zu liegen kommt oder vielmehr, dass das Pferd auf den Jockey fällt, wenn es in mässigem Tempo bei einem Hindernis stolpert und stürzt. Ein solcher Sturz ist gefährlich, wenn nicht gar tödlich. Kommt es dagegen zu einem gleichen Sturz, wenn das Pferd sich in voller Pace befindet, so wird der Jockey einige Meter nach vorn geworfen und kommt in der Regel günstiger fort. In einem solchen Falle rollt sich der Jockey wie eine Kugel zusammen, macht sich so klein wie möglich, vermeidet es ängstlich, einen Arm oder ein Bein von sich zu strecken und erreicht auf diese Weise, dass er fast immer nur einen kleineren Schaden davonträgt.
Bei den Steeplechases in England verkürzt der Reiter das Tempo, sobald er sich dem Hindernis nähert; er macht auf diese Weise das Pferd darauf aufmerksam, welche Anforderung an dasselbe herantritt, und gestattet ihm, seinen Sprung besser abzumessen. Auch sieht man daher Mann und Ross beim Sprunge eins sein, d. h. in völliger Übereinstimmung.
Das französische System ist halsbrecherischer und erfordert geringeres Verständnis, kann aber wohl zum Gewinnen des Rennens beitragen. Das englische System lässt sich durch ein Wort bezeichnen: „Good horsemanship“, d. h. gutes Turfreiten. Man muss jedoch zugestehen, dass das französische System grössere Gewinnaussichten bietet, sobald das Pferd nicht stürzt.
Nach meiner Ansicht machen zwei Jockeys eine rühmliche Ausnahme von der gewöhnlichen Art, die