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Morgens gebe ich wenig Hafer, um den Magen des Tieres nicht zu überladen; abends hingegen füttere ich stark, weil es im Zustand der Ruhe ist. Nicht gestört, frisst das Pferd langsam und kaut das Futter besser, welches ihm infolgedessen auch besser bekommt.

Ich verabreiche 12 Liter Hafer in folgender Weise: 2 Liter morgens, 4 mittags und 6 abends. Der Morgenhafer wird mindestens 2 Stunden vor der Arbeit gegeben, damit hierzu der Magen fast leer ist. Zu demselben Zweck gebrauche ich die Vorsicht, das Pferd hoch zu binden, dass es nicht seine Streu fressen kann.

Eine halbe Stunde nach der Arbeit lasse ich Heu geben, etwa 1/4 Bund pro Pferd[1]; mittags lässt man das Pferd saufen (ungefähr 3/4 Eimer voll Wasser) und gibt ihm seinen Hafer. Um 4 Uhr erhält jedes Pferd zur Streu ein Bund Stroh, und um 5 Uhr 1/4 Bund Heu.[2] Schliesslich lässt man um 7 Uhr sein Pferd aufs neue tränken (dieselbe Menge wie mittags) und gibt die Hafer-Abendration. Zweimal in der Woche ersetze ich die letztere Ration durch Kleienmasch.

III. Das Begriffsvermögen des Pferdes.

Die Schwierigkeit beim Zureiten des Pferdes ist die, demselben begreiflich zu machen, was man von ihm verlangt und was man von ihm erwartet.

Diese Schwierigkeit ist gross, weil das Pferd im Gegensatz zu dem, was viele glauben, nur ein sehr beschränktes Begriffsvermögen hat.


  1. Etwa 5 Pfund. ↩︎

  2. Desgleichen. ↩︎

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