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doch einmal von weitem auf alle Gangarten, dann hört man kaum die Tritte, so leicht setzt das Vollblutpferd seine Hufe zur Erde nieder! Es berührt nur den Erdboden und setzt den Huf, ohne sich darauf zu stützen, mit Zartheit und Energie zugleich nieder. Diese Tritte, verglichen mit dem Auftritt anderer Pferde: wie dröhnend ist letzterer, wie geräuschvoll treffen die Tritte den Erdboden; man könnte sagen, sie wollten in denselben einsinken, so schwerfällig sind diese Bewegungen.

Aber seien wir gerecht, es gibt auch bewunderungswürdige Halbblutpferde. Man begegnet Pferden, die äusserlich keine Zeichen edler Abkunft verraten und doch ganz aussergewöhnliche Eigenschaften entwickeln, und ebenso trifft man Vollblutpferde von berühmter Herkunft, welche wahre Schindmähren sind.[1]

Hierbei komme ich auf das zurück, was ich soeben ausführte, dass man vor allem von einem Pferde verlangen muss, dass es feurig sei. Hinzufügen möchte ich noch, dass ein Vollblutpferd, was Herz und Energie anlangt, unvergleichlich ist.

Da das Vollblutpferd im allgemeinen in dem Rufe steht, kalt und gelassen zu sein, wird man nicht ver-


  1. Nichts ist irrtümlicher, selbst zur Beurteilung der Schnelligkeit, als Schlussfolgerungen aus der Abstammung eines Pferdes zu ziehen. Das Bestreben der Natur, den Urtypus der Stammeltern väterlicher- und mütterlicherseits immer wieder hervorzubringen, wirft alle Wahrscheinlichkeitsberechnung über den Haufen, indessen vererben gewisse Hengste auf die grössere Mehrzahl ihrer Nachkommen ein ihnen charakteristisches Merkmal.

    Ich habe vier Nachkommen von „Vermout“ geritten, von denen ich zwei selbst dressiert habe; alle vier waren lauerig. Man musste schon strafen, nur um sie an ihrem Stalle vorbei zu bringen. Solange sie in den Händen von Leuten blieben, welche sie herzhaft anfassten, gingen sie leidlich; aber nie- ↩︎

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