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Vorzug gebe, ist der, dass diese fast noch nie im Training waren oder doch erst sehr wenig, und dass sie infolgedessen gut erhalten sind.
Es ist übrigens leicht, sie zu erwerben; denn unter den Vollblutpferden, welche etwas Aussicht auf Erfolg im Wettrennen haben, findet sich doch eine grosse Anzahl Nieten, welche aber nichtsdestoweniger ausgezeichnete Schul- und Dienstpferde werden können. Übrigens findet man aus noch vielen anderen Ursachen eine grosse Auswahl unter Vollblutpferden dieses Alters.
Ich kaufe niemals Stuten. Mein Beweggrund hierfür ist, dass sie oft zu kitzlig sind und bei Sporengebrauch sogar urinieren.
Ich habe meine Hengste immer der Kastration unterworfen, und zwar aus mehrfachen Gründen. Zunächst hat ein Hengst die üble Angewohnheit, sich auf alle Pferde zu stürzen, die ihm begegnen; was für den Reiter nicht gerade angenehm ist. Sodann bäumt sich ein Hengst mit der grössten Leichtigkeit. Ausserdem sind viele Pferde, welche ich zureite, für Damen bestimmt, und man muss niemals einer Dame erlauben, Pferde zu besteigen, die derartige Widersetzlichkeiten zeigen.
Arabische und Trakehner Hengste haben diese Fehler im allgemeinen nicht. Sie leben neben einander mit Stuten, ohne dass sie besonders diesem Umstände jemals Aufmerksamkeit schenkten.
Beim Vollbluthengst endlich verfettet sich mit den Jahren besonders die Vorhand. Während die Vorhand massiger, schwerfälliger wird, schwindet die Hinterhand, die Kruppe bleibt schmal, die Hinterbacken bleiben spitz, was bei Reitpferden ein Fehler