Распознанный текст (OCR Internet Archive), не вычитан. Лицензии
man schliesslich mit geschlossenen Augen erkennen können, auf welchem Fuss das Pferd galoppiert.
Bevor ich in der Lehre der Dressur weiter gehe, erscheint es mir wichtig, die einzelnen Momente beim Galoppsprung näher zu beleuchten.[1]
Sowohl beim Schulpferd als auch beim gewöhnlichen Reitpferd muss man beim Galopp drei scharf ausgeprägte Tempos unterscheiden können.[2]
Zu einem Galoppsprung gehören also drei Tempos. Sehen wir uns denselben z. B. auf dem rechten Fusse an.
Erstes Tempo: Der linke Hinterfuss ruht auf dem Boden. (Tafel XXI, Figur 1.)
Zweites Tempo: Niedersetzen der linken Diagonale: der rechte Hinterhuf und der linke Vorderhuf berühren gleichzeitig den Boden. (Tafel XXI, Figur 2.)
Drittes Tempo: Niedersetzen des rechten Vorderhufes. (Tafel XXI, Figur 3.)
Nunmehr führe ich die Hilfen an, deren sich der Reiter während dieses Galoppsprunges bedienen muss.
Erstes Tempo: Kräftiges Anlegen des linken unterschiebenden Schenkels. Das Pferd ruht tatsächlich einen Augenblick ausschliesslich auf dem linken Hinterbein; dieser Augenblick ist aber nur so kurz, dass das Auge, wenn es nicht ausserordentlich darin geübt wird, denselben kaum wahrzunehmen vermag.
Zweites Tempo: Linke Diagonale. Der Reiter