Распознанный текст (OCR Internet Archive), не вычитан. Лицензии
muss beide Schenkel kräftig anlegen, um das Pferd in die Hand zu stellen.
Drittes Tempo: Das Pferd ruht auf dem rechten Vorderfuss. Der Reiter muss das Pferd leicht an den Zügel nehmen, zunächst, um es zu unterstützen, und ferner, um das Indiehandstellen zu vervollständigen, zu welchem es beim zweiten Tempo durch die Schenkel aufgefordert worden war.
Jetzt will ich die Wirkung dieser Hilfen bei den drei Tempos, welche einen Galoppsprung ausmachen, erklären.
Erstes Tempo: Der linke Schenkel des Reiters muss deshalb kräftig angelegt sein, weil das Pferd sozusagen einzig und allein auf seinem linken Hinterbein steht, obwohl sein Körper nach vorn geneigt ist und die übrigen Glieder sich nicht viel über dem Boden erhoben haben. Das Gesamtgewicht des Pferdes und des Reiters ruht mithin auf diesem Beine, und wollte man das Pferd nicht auf der linken Seite unterstützen, so würde unfehlbar dieses Bein unter der Überlastung erlahmen und die Hinterhand nach links abweichen.
Zweites Tempo: Die beiden Schenkel des Reiters üben ihren Druck aus, um das Pferd auf den Zügel zu treiben. Dies ist während des Galopps der einzige Augenblick, in welchem das Pferd zwei Stützpunkte hat, und man muss daher den Abschwung, welchen es nunmehr bekommen wird, dazu benutzen, um es sich beim nächsten Tempo in die Hand zu treiben.
Drittes Tempo: Der Reiter bekommt das Pferd auf die Hand. Dies ist der Augenblick, in welchem ein völliges Indiehandstellen am leichtesten zu erzielen ist; da beim zweiten Tempo das unter dem Schwer-