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ist zugleich so vollkommen und so verlegbar, dass der Reiter deutlich fühlt, wie er schon auf die leiseste Andeutung seines Willens hin sein Pferd völlig beherrscht. Beide schweben sozusagen in der Luft, sind bereit, davonzufliegen.

Wie gelangt man aber dahin, die Zusammenstellung derartig zu vervollkommnen und bis zu der Höhe dieses idealen Gleichgewichts zu bringen?

Wenn man die Handgriffe zum Indiehandstellen und die vortreibende und die zurückgebende Kräfteentfaltung von den Schenkeln zu den Händen, und von den Händen zu den Schenkeln richtig verstanden hat, wird man sich erinnern, dass die Hand von dem erhaltenen Schwung so viel durchlässt, als zum Vorwärtskommen des ganzen Pferdes notwendig ist, und nur so viel an die Hinterhand zurückgibt, als diese zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts braucht. Dies ist aber nur durch eine sehr geschickte Fingerfertigkeit, durch ein unaufhörliches Fingerspiel zu erreichen und demjenigen auf dem Klavier zu vergleichen, was Feinheit und Schnelligkeit anbetrifft. Wie stellt sich nun das Verhältnis der Kraftmenge dar, welche die Hand nach vorwärts durchlässt und welche sie zurückhält? Das ist eben die Frage! Darin besteht eben der Reitertakt, mit einer absoluten Genauigkeit bei jedem Tritt durch richtige Berechnung der Hilfen die Kraftmenge derartig zu bemessen, dass im Höhepunkt des Abschwungs die Hinterhand von der hingegebenen Kraft nur gerade so viel zurückerhält, als sie zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts braucht. Halten die Finger mit unzureichender Entschiedenheit gegen, so wird der Schwerpunkt ein wenig zu weit nach vorn verrückt, und das Pferd ist bereit, über die

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