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hervorgebrachte Gleichgewicht, welches dem Pferde Gewandtheit, d. h. die Fähigkeit gibt, in allen Gangarten jede beabsichtigte Bewegung ohne Anstrengung und Ermüdung sofort auszuführen. Ausserdem sichert dieses Gleichgewicht dem Pferde eine lange, körperliche Frische, trotz anstrengender Arbeit; denn jedem Körperteil des Pferdes wird nur derjenige Kraftaufwand zugeteilt, welcher ihm naturgemäss zukommt. In dieser Weise vermeidet man den vorzeitigen Verbrauch des Pferdes; denn keines seiner Organe wird überlastet oder übermässig angestrengt.
Wenn das Soldatenpferd gleich bei Beginn der Dressur in ausreichender Weise nachgiebig und biegsam gemacht wäre, wenn der Kavallerist, welcher es reitet, den richtigen Begriff von dem kunstgerechten Gleichgewicht hätte, und verstünde, davon im richtigen Augenblick Gebrauch zu machen, so würde die Kavallerie dadurch in ihrer äusserlichen Erscheinung, in ihrer Dauerhaftigkeit und an innerem Wert nur gewinnen. Der Reiter würde zu sich und seinem Pferde Vertrauen haben, würde ungezwungener, geschickter und umsichtiger sein. Das Pferd aber würde länger aushalten und ausdauern; ihm selbst und dem Staatshaushalt würde Erleichterung verschafft werden.
Man soll aber durchaus nicht glauben, dass das „Indiehandstellen“ unausgesetzt und ununterbrochen in Anwendung kommen müsste. Man soll mir nicht nachsagen, dass ich etwa die Anforderung stellte, man müsse beim Spazierenreiten, im Jagdfelde, auf dem Marsch oder in der Attacke sein Pferd während der ganzen Zeit zusammengestellt lassen. Weit entfernt davon! Ich bin vielmehr ein entschiedener Feind von langer andauernder Zusammenstellung und noch mehr