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es sind, zu gewöhnen. Dann verstärke ich von Tag zu Tag den Schenkeldruck und vermindere die Peitschenhilfen, mit welchen ich nach und nach vollständig aufhöre.[1] Später komme ich zum gewöhnlichen, nicht zu scharfen Sporn.
Ich habe mich übrigens der Peitsche zu keinem anderen Zweck bedient, als um dem Gedächtnis des Pferdes zu Hilfe zu kommen und um es dadurch zum Sporengehorsam zu führen, ohne dass es Furcht davor bekommt. Denn vergessen wir es nicht, die Wirkung, welche der Spornstich zu Anfang auf ein rohes Pferd hervorbringt, ist genau wie diejenige eines Fliegenstichs. Und was macht das Pferd, wenn eine Fliege es in die Flanke sticht? Zuerst versucht es, sie mit seinem Schweif zu verjagen. Gelingt ihm das nicht, so schlägt es danach mit dem Hinterbein der Seite, auf welcher es den Stich empfindet; wird die Fliege auch dadurch noch nicht verscheucht, so sucht das Pferd irgend einen festen Gegenstand, eine Mauer, einen Baum oder dergleichen, gegen welche es sich legt, um das Insekt, den Urheber seiner Qual zu zerdrücken. Wie kann man also verlangen, dass des Pferdes erste Bewegung, wenn man ihm den ersten Spornstich versetzt, nicht die sein sollte, danach zu schlagen oder zu versuchen, sich gegen die Mauer zu lehnen?
Man sieht daraus, dass es ein grober Fehler ist, sich des schärferen Sporns zu bedienen, bevor man
Ich habe oben erwähnt, dass ich zu Pferde die Reitpeitsche bei Seite lasse; ich nehme sie erst wieder, um vom Pferde den Schenkelgehorsam zu fordern und um die erste Streckung der Beine im spanischen Schritt zu erlangen. In beiden Fällen dauert der Gebrauch der Peitsche aber nur zwei bis drei Unterrichtsstunden. ↩︎