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in gerader Richtung, mit der linken Hand die Trensen-, mit der rechten die Kandaren-Zügel. Sodann bringt man Kopf und Hals in dieselbe Stellung wie bei der direkten Biegung und führt letztere aus. Nachdem das Maul sich losgelassen hat und die Biegung vollkommen ist, führt man den Kopf des Pferdes leicht nach rechts durch kleine Anzüge mit der linken Hand, welche gleichzeitig auch aufrichtend und vorziehend wirken müssen, um das Heruntersinken des Halses und das Zurückkriechen zu verhindern.[1] Zu gleicher Zeit zieht auch die rechte Hand ganz vorsichtig die Kandarenzügel nach hinten und in der Weise nach rechts, dass hauptsächlich der rechte Zügel[2] ansteht; das geschieht so lange, bis die seitliche Stellung des Halses am Genick vollständig bewirkt ist; beide Kandarenzügel müssen gleichmässig einwirken, um die Maultätigkeit[3] ganz so wie bei der direkten Biegung hervorzubringen und zu unterhalten.
Zu Anfang muss man sich schon mit dem scheinbaren Gehorsam begnügen.
Wenn das Pferd den Kopf nur ganz wenig nach
Siehe Tafel XIV, Stellung der Hände. Figur 1, Vorbereitung zur seitlichen Biegung, Maul geschlossen. Figur 2, seitliche Biegung, geöffnetes Maul, losgelassenes Gebiss. ↩︎
Der linke Kandarenzügel steht indes leicht an. Würde der rechte Zügel allein wirken, so zöge er die Nase mit vor und der Kopf wäre dann nicht mehr in der Senkrechten.
Man beachte, dass ich hier in der ersten Unterrichtsstunde zur Seitwärtsbiegung gleichzeitig zu zweierlei anrege. Bisher hatte ich nur den rechten Zügel zum Zweck des Rechtswendens benutzt; jetzt beginne ich damit, dem Pferde beizubringen, dass es zwei gleichzeitigen Anforderungen folgt, welche in demselben Sinne wirken; der linke Trensenzügel schiebt, der rechte Kandarenzügel zieht, beide von links nach rechts. ↩︎