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Sobald man mit seinem Pferde allein in der Reitbahn ist, beginne man mit der Gewöhnung; man streichle es und rede ihm gut zu. Jedesmal, wenn es vortreten oder zur Seite ausweichen will, bringe man es auf seinen Platz zurück, ohne ihm jemals auch nur einen Schritt, eine einzige unerlaubte Bewegung, wohin es auch sei, zu gestatten. Wenn man dem Pferde das durchgehen liesse, läge gar kein Grund vor, warum der ersten unerlaubten Bewegung nicht eine zweite folgen sollte; und so fort. Ich wiederhole, nur durch Streicheln mit der Hand und beruhigendes Zureden macht man das Pferd vertraut und gewöhnt es daran, stillzustehen.
Solange es in einem geschlossenen Raum allein ist, lässt sich das Pferd dies gern gefallen. Um es aber auch daran zu gewöhnen, dass es auf der belebteren Strasse still stehen bleibt, lässt man zunächst noch andere Pferde in die Bahn kommen und dort umherreiten. Hat man erreicht, dass das Pferd auch hierbei still stehen bleibt, so wiederholt man die Übung im Freien, wählt dazu zunächst einen einsamen Ort und nähert sich dann erst nach und nach einem belebteren Orte. Wir haben schon gesagt, dass bei Pferden alles Gewohnheitssache ist; es handelt sich mithin auch nur darum, ihm die Gewohnheit des Stillstehens inmitten des Strassengeräusches und Getriebes beizubringen und ihm begreiflich zu machen, dass dieses Stillstehen ihm Liebkosungen einträgt. Alles in allem kann man durch grosse Milde, ruhige Behandlung und durch stufenweise gesteigerten Hinweis schliesslich das Pferd dahin bringen, stillzustehen, solange man wünscht, wo es auch sei.