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X. Wendungen (Direktions-Veränderungen).

Jede Wendung soll zu Anfang im Schritt gelehrt werden.

Um nach rechts zu wenden, führt man auch seine rechte Hand dorthin, indem man einen leichten Trensenanzug nach rechts macht, nicht zu sich heran, denn dadurch würde man das Pferd anhalten.

Man wird bemerken, dass sich beim Wenden ein Verhalten des Pferdes zeigt. Während des Wendens schränkt man die Freiheit beider Schultern ein, wodurch die Bewegung derart beeinträchtigt wird, dass z. B. beim Rechtswenden das rechte Bein nur etwa die Hälfte der Länge eines gewöhnlichen Schrittes macht.

Dieses Verhalten zwingt auch die Hinterhand, trotz des erlangten Schwunges nach vorn, von ihrer bisherigen Bahn abzulenken, weil sie nicht vorwärts kann. Aber wenn man mit der Hand nachgibt und die Schenkel in dem Augenblick wirken lässt, in welchem das Pferd der Einwirkung des rechten Zügels mit Kopf und Hals folgt, so zwingt man dadurch das Bein auszuschreiten, wie zu einem gewöhnlichen Schritt, vermeidet infolgedessen das Verhalten und nötigt die Hinterhand, der Vorhand zu folgen.

Der Reiter wird also die Hinterhand gerade richten müssen, wenn sie während der Wendung ausfällt; und das ist leicht, denn er fühlt, nach welcher Seite hin die Hinterhand ausweicht und weiss daher, mit welchem Schenkel er vorherrschend einzuwirken hat. Aber vorauszusagen, welchen Schenkel man in der Wen-

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