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In dieser Unterrichtsstunde habe ich dem Pferde nur eins abverlangt: Vorwärts zu gehen und dabei mit den Kinnladen nachzugeben. Man muss im allgemeinen vermeiden, dem Pferde mehrere Dinge auf einmal abzuverlangen; denn es verwechselt sie oft, und man könnte das als eine Widersetzlichkeit auffassen, was nur einem Mangel an Verständnis entspringt.
V. Zügel-Führung.
Es gibt drei gebräuchliche Arten der Zügelhaltung: die englische, die deutsche und die französische. Ich nehme nicht Anstand, zu erklären, dass davon nur eine gut ist, die Zügelhaltung nach französischer Art.
Weil das Trensengebiss im Pferdemaul höher liegt, als das Kandarengebiss, ist es auch die vornehmlichste Aufgabe des ersteren, den Kopf des Pferdes aufzurichten, während es die Hauptaufgabe der Kandare ist, denselben gewissermassen herunterzubringen. Mit anderen Worten, die Trense ist das aufrichtende, die Kandare das herunterstellende Element. Alle Schulen sind sich hinsichtlich dieses
Pferd dem Erstickungstode nahe gesehen, weil es rund geschnittene Rüben verschluckt hatte.
Ich vermeide auch, Zucker zu geben; denn wenn das Pferd gezäumt ist und mit seinem Gebiss spielt, erzeugt es kleberigen Speichel, mit welchem es uns besudelt. Das wäre übrigens der geringste Nachteil; der grössere ist der, dass das Pferd dadurch zum Krippensetzen verleitet wird, wenn man im Stalle Zucker gibt. Es beginnt damit, seine Krippe zu belecken, sodann beisst es fortgesetzt hinein, weil es einen angenehmen Geschmack findet, und das artet zum Krippensetzen aus.