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wesentlichsten Gesichtspunktes einig. Es ist also augenscheinlich und sicher, dass die Trensenzügel und die Kandarenzügel so in der Hand gehalten werden müssen, wie es ihrer Lage im Pferdemaul entspricht, d. h. erstere über den letzteren.

Diesem so einfachen Grundsatze zuwider halten die Engländer die Trensen- und die Kandarenzügel gleich hoch in der Hand.[1] Die Deutschen entfernen sich noch mehr von diesem Grundsatze; denn sie halten die Trensenzügel unter den Kandarenzügeln.[2] Wir können nicht sagen, dass diese beiden Arten der Zügelhaltung gleich schlecht wären. Aus diesen kurzen Angaben geht vielmehr offenbar hervor, dass die Deutschen noch weiter vom richtigen Verfahren entfernt sind, als die Engländer. Schon die Vernunft sagt uns, dass die Zügel auf französische Art[3] gehalten werden müssen. Die Hand ist senkrecht, der linke Kandarenzügel geht unter dem kleinen Finger der linken Hand hindurch, der rechte zwischen Ring- und Mittelfinger und treten beide vereinigt zwischen Daumen und Zeigefinger aus der Hand wieder heraus. Die beiden Trensenzügel liegen vereinigt in derselben Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. (Tafel X, Figur 1.) Vermittelst der so gefassten Zügel erreicht man durch einfache Bewegung des Handgelenks, ohne die Hand von der Stelle zu rühren, alle für die Einwirkung auf das Maul nötigen Anzüge. (Ich spreche natürlich vom dressierten Pferde.)


  1. Die verdeckte Hand hält zwischen jedem Finger einen Zügel. ↩︎

  2. Die Hand steht senkrecht; die Trensenzügel zu unterst. ↩︎

  3. Ist es nicht befremdend, dass man in der französischen Armee vorschreibt, die Zügel auf deutsche Art zu halten? Die Trensenzügel zu unterst? ↩︎

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