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zu Gebote stehen. Es fürchtet die Strafe noch nicht und kennt kaum die beruhigend wirkende Liebkosung.

Die ganze Dressur lässt sich in diese beiden Erziehungsmittel zusammenfassen: Strafe oder Liebkosung zu rechter Zeit!

Nehmen wir einmal an, dass mein Pferd sich weigert, vorwärts zu gehen. Man wird beachten müssen, dass es ihm bei der Stellung, welche ich zu ihm einnehme, ziemlich schwer wird, zurückzutreten; schwer, aber nicht unmöglich, denn man muss sich bei einem rohen Pferde, welches frei über seine Kraft und sein Körpergewicht verfügt, auf alles gefasst machen.

Um es vorwärts gehen zu lassen, strecke ich den rechten Arm aus, mit der rechten Hand die Trensenzügel immer unter dem Kiefer haltend und zwar genau an derjenigen Stelle, wo die Kinnkette liegt, und schiebe es mehr, als ich es ziehe, während ich hinter meinem Rücken mit der linken Hand, welche immer die Zügelenden festhält, das Pferd hinter den Gurten ganz leicht mit dem Peitschenende berühre.

Ist das Pferd gutartig, nicht aufgeregt und wenig empfindlich, wird es ohne zu grosse Heftigkeit vorwärts gehen. Oft aber erwidert es die Berührung mit der Peitsche durch eine unwillige Bewegung und kann, je nach seinem Charakter, einen Luftsprung machen, sich bäumen, sich gewaltsam seitwärts werfen oder schnell zurückfahren. Dieses sind die vier Verteidigungsarten, mit welchen sich das Pferd widersetzen kann.

Prüfen wir nun die Mittel, um dieselben zu bekämpfen. Wenn das Pferd springt, hat man nur nötig, ihm den Kopf hoch zu nehmen, um die Hinterhand

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