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der Beine. Sind das etwa nicht die hauptsächlichsten guten Eigenschaften eines Pferdes?
Das Pferd, welches auf jeder Hand fünf Minuten hindurch in lebhafter Gangart erhalten wird, kommt ausserdem auch gut in Atem, da die Lungen gezwungen sind, sich weit auszudehnen. Es erhält hierdurch schliesslich eine ihm notwendige Bewegung, welche es unter dem Reiter in den ersten Unterrichtsstunden nicht haben würde, weil diese im Schritt stattfinden.
In den ersten zwei bis drei Unterrichtsstunden lasse ich das Pferd gehen, wie es ihm gefällt, vorausgesetzt, dass die Bewegungen lebhaft sind und dass es an der Wand bleibt. In den darauf folgenden Stunden fordere ich den Trab.
Es ist ein leichtes Ding, den Trab zu erlangen. Man muss ihn mit jedem Pferde schon in der dritten oder vierten Stunde ohne fremde Hilfe erreichen. Ich sage, ohne fremde Hilfe, weil die Stallmeister im allgemeinen die Gewohnheit haben, zu zweien zu wirken. Tun sie das, so befolgen sie damit nur die Vorschriften aller Werke, welche bis zum heutigen Tage darüber erschienen sind und welche alle diese Art des Verfahrens empfehlen. Ich halte sie für unrichtig, weil niemals eine vollkommene Übereinstimmung zwischen zwei Menschen stattfindet. Es kommt vor, dass derjenige, welcher die Peitsche führt, schlägt, wenn es nicht nötig ist; oder auch, dass derjenige, welcher die Longe hält, das Pferd zurückhält, wenn der andere es antreibt. Das erzeugt Uneinigkeit, die nicht stattfindet, wenn ein Lehrer allein tätig ist.
Das Pferd läuft an der Wand links herum; der Lehrer, welcher sich mitten in der Bahn befindet,