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fallen, suche es mit der Stimme zu beruhigen und verkürze darauf die Longe, bis das Pferd mir ganz nahe gekommen ist. Ich rede ihm nun gut zu, streichle seinen Hals[1] und dann den Kopf, wenn es sich dies gefallen lässt, mache die Longe los und schnalle sie in den rechten Ring der Unterlegtrense.

Nach einer kleinen Pause mache ich dieselben Übungen auf der rechten Hand, ebenfalls in Dauer von fünf Minuten. Nachdem ich auch diese Arbeit beendet, lasse ich wieder die Bahnpeitsche fallen, rufe das Pferd an, indem ich durch leichten Anzug mit der Longe es zu mir heranziehe, und liebkose es aufs neue.

Meines Dafürhaltens ist gerade diese Übung zu Beginn der Dressur unumgänglich notwendig. Möge man mir gestatten, die Gründe hierfür etwas ausführlicher zu behandeln, weil ich gerade diesen Übungen eine besondere Wichtigkeit beilege.

Ein junges Pferd ist fast immer unruhig, selbst furchtsam; ein Nichts erschreckt es: der Schatten, die Mauern oder irgendwelche daran haftende Gegenstände. Unwillkürlich entfernt es sich von allem, was ihm Furcht einflösst, springt in die Bahn, die es frei findet, weil ich nur allein darin bin. Wenn ich dann dem Pferde die Peitsche zeige, indem ich mich ihm nähere, so flieht es instinktmässig auch diese und wendet sich wieder der Wand zu, wo es vermittelst der mit ausgestrecktem Arm gegen die Pferde-Schulter gerichteten Bahnpeitsche bequem festzuhalten ist.

Hat das Pferd die Wahl zwischen meiner Drohung und irgend einem Gegenstande, vor welchem es sich


  1. Alle Pferde nehmen an dieser Stelle Liebkosungen gern an. ↩︎

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