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also zu einem guten Sitz erforderlich, dass der Reiter so im Sattel sitzt, wie auf einem Stuhl. Wenn man sich der Bügel bedient, muss die Fussspitze höher sein, als der Hacken. Ohne den Bügel aber muss der Fuss natürlich herunterhängen, und folglich sich die Fussspitze niedriger als der Hacken befinden.

Man wird beobachten, dass es ohne Bügel unmöglich ist, die Fussspitze nach oben gerichtet zu halten, ohne die Beinmuskeln und somit den Oberschenkel anzuspannen; Anspannung bedingt Steifheit.[1] Die Länge der Bügel muss den Schenkeln des Reiters angepasst sein. Das sonst wohl übliche Armmass ist nur annähernd richtig; jedoch stelle ich dessen Nützlichkeit nicht in Abrede. Aber erst im Sattel, verfehle man niemals, die Bügellänge richtig zu stellen. Dazu muss man den Bügel freigeben und das Bein gerade herunterhängen lassen. Der Bügelriemen wird die richtige Länge haben, wenn der zur Aufnahme des Riemens dienende Bügelschlitz bis eben unter das Knöchelgelenk reicht. Man empfiehlt gewöhnlich, den Fuss mit der inneren Bügelstange in Berührung bleiben zu lassen. Was mich betrifft, so halte ich den Fuss inmitten des Bügels, von jeder der beiden Bügelstangen gleich weit entfernt.

Da man das Knöchelgelenk oft nach allen Richtungen hin verdreht, bekommt dieses eine grosse Geschmeidigkeit und man erreicht auf diese Weise, den


  1. In Deutschland lehrt man das Reiten ohne Bügel so, dass die Fussspitze höher als der Hacken ist. Der dadurch veranlasste Sitz ist es, welcher bei den deutschen Reitern die Steifheit hervorruft, welche sie kennzeichnet; ich weiss wohl, dass die Deutschen von Natur steif sind; aber lassen Sie einen Franzosen nach dieser Vorschrift reiten, so wird er auch nicht anders als steif sein können. ↩︎

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