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die verlangt wurde. Die Hauptsache, welche ich Baucher entgegenhalte, ist aber, dass die guten oder schlechten Eigenschaften des Maules unbedingt fortbestehen blieben, ganz gleich wie die Arbeit, wie die Anwendung der Hilfen und besonders wie das Gleichgewicht war. In den drei Gleichgewichtsarten fand ich stets die gleichen Unterschiede im Maul wieder.

Ich habe diesen Versuch wohl mit zwanzig in der hohen Schule dressierten Vollblutpferden wiederholt und immer bin ich wieder zu derselben Schlussfolgerung gekommen: man kann die Gewichtsverteilung ändern, aber das Maul ändert sich deshalb nicht.

Jedenfalls steht so viel fest, dass ein Pferd, welches Kopf und Hals tief trägt, dem Reiter diese aufbürdet, während sie nicht mehr auf die Hand drücken werden, wenn man das Gleichgewicht durch Aufrichten von Kopf und Hals herstellt.

Baucher verwechselte Empfindsamkeit des Maules mit Leichtigkeit, die sich ergibt, wenn man eine Veränderung der Kopf- und Halsstellung vornimmt.

Sprechen wir jetzt von den Flanken. Wer wird glauben, dass ein schweres, gemeines, kaltes Pferd die gleiche Empfindsamkeit in den Flanken hat, wie ein kraftvolles, nervöses und mutiges?[1]

Dass man es so weit bringen kann, dass jenes fast die gleiche Übung ausführt, wie dieses, gebe ich zu: aber um welchen Preis? Man müsste ihm die Flanken mit dem Sporn blutig bearbeiten, um auch nur eine Spur von Energie zu erzielen. Bei einem Pferde der zweiten Art wird schon die blosse


  1. Ebensogut könnte man sagen, alle Menschen wären in gleichem Grade kitzlig. ↩︎

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