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XXI. Das Damenschulpferd.

Wenn ein für die hohe Schule dressiertes Pferd für eine Dame bestimmt ist, muss es noch mehr durchgeritten sein als sonst, und von rechts nach links mit noch mehr Ungezwungenheit arbeiten können, als von links nach rechts. Der Grund dafür ist einfach. Die Reiterin kann die Bewegungen von links nach rechts ebensoleicht ausführen, wie der Reiter, weil sie von dieser Seite die nämlichen Hilfen, Schenkel und Sporn geben kann. Ganz anders ist es mit den Bewegungen von rechts nach links, zu deren Ausführung die Peitsche den fehlenden Schenkel ersetzen soll. Nun übt aber die Peitsche bei weitem nicht die Gewalt aus, als der mit dem Sporn ausgerüstete

rückwärts auf drei Beinen. Figur 1, zweites Tempo. Das rechte Hinterbein ist soeben, etwas später als das linke Hinterbein, niedergesetzt worden. Um die Streckung des rechten Vorderbeins hervorzubringen, gibt der Sporn den Schwung, welchen das zum Zurückgehen treibende Gesäss wieder zurückhält. Man wird bemerken, dass der Kopf des Pferdes ein wenig vor der Senkrechten steht und dass beide Zügel schlaff sind.

Figur 2, drittes Tempo. Das linke Vorderbein ist ebenso nach rückwärts (von dem Ausgangspunkt gerechnet), niedergesetzt, und das rechte Vorderbein, welches dem vierten Tempo demnächst zur Unterstützung dienen soll, bleibt noch in der Luft.

Die stattgehabte Annäherung der drei im Stütz befindlichen Beine zeigt uns an, wie viel Raum nach rückwärts gewonnen ist; das Gesäss treibt immer nach rückwärts. Die Zügel, besonders der rechte Trensenzügel, sind ein wenig straffer, um das rechte Vorderbein in der Luft zu erhalten.

Diese beiden Figuren sind ganz geeignet, die Feinheit der Hilfen richtig zu würdigen.

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