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Die Reiter der neuen Schule werden sich übrigens wohl hüten, jemals den Versuch zu machen, ein Vollblutpferd zu dressieren, weil sie sehr gut aus der Erfahrung wissen, dass nervöse, energische und mächtige Pferde sich nicht mit Stricken festbinden lassen. Diese Herren unterstützen, um sich zu rechtfertigen, die Anschauung, dass dem Vollblutpferde die Biegsamkeit fehle. Wahr ist aber, dass das Vollblutpferd biegsamer, wenn auch weniger duldsam ist, als andere Pferde.

Übrigens verdankt man dieser neuen Schule alle jene Reiterinnen, welche nicht reiten lernen können oder nicht wollen und es für einfacher halten, ein mechanisch abgerichtetes Tier vermittels Peitschenhiebe auf Beine, Kopf, Kruppe und überall ein wenig auf diese wiederwärtige Art arbeiten zu lassen.

Die wahren Freunde der Reitkunst sind weit entfernt davon, diese Art Reiterei gutzuheissen, welche sich ganz aus Verdrehungen zusammensetzt; sei es, das Pferd auf den Knien rutschen zu lassen, sei es, den Kopf auf dem Erdboden auszustrecken wie ein Kalb, welches seine Abschlachtung erwartet, oder sei es ein Spaziergang auf der Zirkuspiste und dgl. mehr.

Ohne Zweifel spendet das grosse, über die Reitkunst wenig unterrichtete Publikum trotzdem Beifall; aber es ist traurig, dass die Kunst in der Reiterei so tief gesunken ist.

Um zu wissen, ob ein Reiter die Reitkunst wirklich in jeder Beziehung beherrscht, genügt es, das Pferd anzusehen. Wenn dieses durchlässig, immer gut gestellt, immer im Schwünge ist, und wenn es alle Bewegungen mit so viel Eifer ausführt, dass es augenscheinlich mit Lust arbeitet, dann kann man sicher sein, dass man es nicht mit einem Anhänger der neuen Schule

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