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scheidend dafür ist nämlich zunächst, dass jeder Fortschritt unmöglich ist, sodann wird die Einwirkung der Reit- oder Bahnpeitsche zur Folge haben, dass die Kruppe gehoben wird, dass die Tritte der Hinterbeine diejenigen der Vorderbeine an Höhe überragen und dass der Hals notwendigerweise herabgesenkt wird. Nun aber müssen beim Piaffieren wie beim Passagieren die Tritte der Vorderbeine an Höhe immer diejenigen der Hinterbeine überragen. Dies erreicht man nur, wenn man diese Bewegungen unter alleiniger Einwirkung von Zügel und Schenkel lehrt; denn dann allein werden die Sprunggelenke unter den Schwerpunkt des Körpers geschoben, wodurch die Aufrichtung des Halses und infolgedessen bedeutend höhere Tritte der Vorhand hervorgerufen werden.[1]
Man wird begreiflich finden, dass die Pferde der neuen Schule niemals im wahren Sinne des Wortes dressiert sind. Es sind höchstens Maschinen, Automaten, die der erste beste in Bewegung setzen und von denen er die oder jene Arbeit gut oder schlecht erzielen kann, wenn man ihn nur lehrt, wie, wann und wo er drücken muss.
Man vergleiche die Figuren 1 und 2 der Tafel XXIX mit Tafel XXX, hergestellt nach einer Photogravure, welche in einem kürzlich erschienenen Werke, in dem vom Piaffieren vermittels der Reitpeitsche die Rede war, veröffentlicht ist. Auf Tafel XXX sind Kopf- und Halshaltung so fehlerhaft, die Vorhand ist so überlastet, dass das rechte Vorderbein, welches in der Luft sein müsste (wie in Figur 1 und 2 der Tafel XXIX), sich überhaupt nicht erheben kann. Auf Tafel XXX (im Gegensatz zu Tafel XXIX) biegt das Tier einfach das Knie, der Huf schleppt auf der Erde. Nur die Hinterhand piaffiert und ist höher als die Vorhand. Gegen die Absicht des Autors sind alle Mängel des Piaffierens vermittels der Peitsche in dieser Figur zutreffend zur Darstellung gekommen. ↩︎