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IX. Der Martingal oder Sprungzügel.
Der Martingal verhindert das Pferd, die Nase hoch zu nehmen, am Schlagen mit dem Kopf, und dient dem Reiter dazu, sein Pferd besser zu lenken. Gute Dressur macht den Martingal überflüssig. Auch rate ich nur zum Gebrauch desselben, wenn man nicht Zeit genug hat oder nicht genug Verständnis besitzt, um ein Pferd zu dressieren. Man wird ihn also auch gebrauchen können, wenn man sofort erkennt, dass das Pferd, sei es auf dem Spazierritt oder auf der Jagd, mit dem Kopf schlägt oder sich als Sterngucker zeigt.
Es gibt drei Arten Martingale: derjenige, welcher vermittelst des Nasenriemens mit dem Kopfstück verbunden ist, den Jagdmartingal und den schlaufzügelartigen festen Martingal.
Der einzige, welchen ich empfehle, ist der Nasenriemen-Martingal, weil er, seine Wirkung nur auf das Nasenbein ausübend, keinerlei Einfluss auf das Maul hat; sodann weil er, nicht in Verbindung mit der Hand des Reiters stehend, demselben ungefährlich ist. Er muss so lang eingeschnallt sein, dass das Pferd den Kopf hoch tragen kann, ohne demselben so viel Freiheit zu gewähren, dass die Nase die wagerechte Linie erreichen kann; denn in diesem Falle würde das Gebiss gleichzeitig mit dem Kopfe von unten nach oben gezogen und so jede Einwirkung auf das Maul verlieren. Wenn der Martingal zu kurz ist, wird das Pferd in seinen Bewegungen und Gängen behindert; er kann