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Gewohnheit zurückgefallen, welche ihm abzugewöhnen mich so viele Mühe gekostet hatte.
Um das zu erreichen, habe ich nur kurze Sporenstiche angewandt. Niemals darf der Sporn fest und etwa bohrend in den Flanken liegen bleiben.[1] Die Sporen, von denen ich damals Gebrauch machte, waren sehr scharf, und ich versetzte sie dem Pferde, wie immer, so dicht als möglich hinter den Gurten.[2]
Ich nahm natürlich Bedacht darauf, das Tier zu liebkosen, sobald es vorwärts ging. Ich gestehe übrigens zu, dass ich ebenso wie mein Pferd nach zwanzig Minuten des ernsten ununterbrochenen Kampfes jedesmal vollständig ermattet war. Um so ein Tier zu dressieren, muss man jung und nach jeder Richtung hin sattelfest sein, und auch ein gutes Kreuz haben, denn das ist es, welches am meisten erlahmt.
Wenn ich sage, dass man aufhören muss, das Pferd auf der Stelle festzuhalten, wenn es in eine der drei von mir angeführten Verteidigungsarten verfällt, so geschieht das, um immer Herr über dasselbe zu bleiben.
Das Pferd flieht tatsächlich nur deshalb den Sporn, weil der Schmerz mit jedem Stoss erneut wiederkehrt; bliebe aber der Sporn in den Flanken bohrend festliegen, so würde sich das Pferd förmlich auf das Eisen legen und würde unvermeidlich stätisch werden. ↩︎
Nur an dieser Stelle gibt der Sporn dem Pferde den Schwung. Ein Spornstich mehr nach hinten kann wohl eine Art Vorwärtsbewegung hervorbringen, aber ohne den Schwung; zum Überfluss macht er das Pferd auch noch kitzlig, weil es gerade an dieser Stelle eine grosse Empfindlichkeit besitzt. Nur allein der Spornstich, welcher so dicht als möglich hinter den Gurten gegeben wird, holt die Sprunggelenke unter den Schwerpunkt, und so entsteht der Schwung. Was mich betrifft, so zersteche ich meine Sattelgurten oft derartig, dass sie in Fetzen herabhängen. ↩︎