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gelte man diese Initiative nicht, so würde das Pferd nicht säumen, sie zu missbrauchen, und die Autorität des Reiters wäre verloren. Ich betone, dass die Strafe in diesem Falle niemals sehr hart sein darf, weil doch das Pferd, indem es zu der erlernten Bewegung die Initiative ergriff, den Beweis seines guten Willens gibt. Nichtsdestoweniger darf man, ich wiederhole es, derartiges dulden. Jedesmal, wenn das Pferd aus sich selbst heraus eine Bewegung ausführt, muss man es in diejenige Stellung zurückbringen, die es vorher inne hatte, und es darin lassen, bis es freiwillig darin verharrt, ohne ein Herausgehen zu versuchen.
Ich habe oft Pferde gesehen, welche sich des Spanischen Schrittes als Verteidigungsmittel bedienten. Auf alles, was man von ihm verlangte, erwiderten sie alsbald mit Ausstrecken des einen oder des anderen Vorderbeines auf der Stelle. Das kommt davon, wenn man ihnen diese Kunstfertigkeiten zu früh beigebracht hat. Erst muss man dahin kommen, dass das Pferd eine grosse Durchlässigkeit gewinnt und in allen natürlichen Gängen von einem tadellosen Gehorsam beseelt ist.
Junge Reiter wollen gewöhnlich zu schnell vorgehen, sie freuen sich schon, das Pferd die Beine ausstrecken zu sehen, und sobald es dies tut — selbst aus eigenem Antrieb — beloben sie es und wundern sich dann später, wenn sie ganz etwas anderes verlangen, dass sie nicht damit durchdringen.
Es ist sehr erklärlich, dass das Pferd sich des Spanischen Schrittes als Verteidigungsmittel bedient, wenn die weiter vorgeschrittene Dressur lückenhaft gewesen ist. Fordert man doch gerade bei der An-