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verlangen; denn wollte man in wenig Zeit zwanzig oder dreissig Tempos erzielen, so kann man sicher sein, dass die letzten nicht so vorzüglich ausfallen würden, als die ersten. Die Folge davon würde sein, dass das Pferd die üble Gewohnheit annähme, seine Vorderbeine nicht mit der sonstigen Energie zu strecken.
Wenn man sich aber im Gegenteil mit wenigem begnügt, so kann man auch mehr Energie fordern.
Man muss abwarten, bis das Pferd den Spanischen Trab ohne jede Anstrengung vollführen kann, bevor man von ihm verlangt, denselben längere Zeit hindurch auszuführen. Wenn dem Pferde diese Gangart geläufig geworden ist, wird es dabei auch keinerlei Ermattung verspüren und man kann sie zwei- oder dreimal in der Bahn herum fordern. Darüber gehe man aber nie hinaus.
Ich habe schon erwähnt, dass man dem Pferde während der Dressur zu keiner Bewegung den ersten Anstoss einräumen darf. Erlaubt man ihm das, so würde es bald Missbrauch damit treiben und die Aufforderung dazu nicht erst abwarten. Es würde geläufig das ausführen, was ihm leicht fällt oder Spass macht, aber nicht das, was dem Reiter zu tun gefällt.
Angenommen der Reiter verlangt Beinwechsel im Galopp, so wird das Pferd sehr oft dessen Hilfen zuvorkommen. Liesse man das geschehen, so erreichte man einen regelrechten Galoppwechsel niemals, weil das Pferd es ganz nach seinem Belieben einrichtete, ohne dass es dem Reiter möglich würde, verbessernd einzugreifen.
Wenn das Pferd zu einer bereits erlernten Bewegung die Initiative ergreifen sollte, so muss man es strafen, aber wohlverstanden, nur gelinde strafen. Zü-