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Pferd hinten ausschlägt, weil es in der Niere oder den Sprunggelenken Schmerz empfindet, ist die Strafe nicht gerechtfertigt; in diesem Falle muss man dem Pferd die äusserste Erleichterung gewähren. Wenn hingegen das Hintenausschlagen eine wirkliche Widersetzlichkeit oder böse Angewohnheit ist, was ziemlich oft vorkommt, so muss man dasselbe strengstens bestrafen im Augenblick, wo es geschieht, und einer Wiederholung möglichst durch energisches Aufrichten von Hals und Kopf vorbeugen, um die Hinterhand mehr zu belasten.

VIII. Die Zäumung der Pferde.

In betreff der Unterlegtrense habe ich nichts Besonderes zu sagen; sie muss ein wenig dick sein, um sanfter zu wirken, und muss hinter das Kandaren-Gebiss gelegt werden, so dass sie von dem Kandaren-Mundstücke und den Mundwinkeln gleich weit entfernt ist.

Von grosser Wichtigkeit hingegen ist die Wahl der Kandare, ebenso die Art, wie man sie in das Pferdemaul legt; dies ist es, was man Zäumung nennt.

Es ist unmöglich, auf den ersten Blick hin zu entscheiden, mit welchem Gebiss und in welcher Weise man ein neues Pferd am besten zäumt.

Baucher versichert, dass er unterschiedslos bei allen Pferden ein und dasselbe Gebiss anwandte: es ist dies die notwendige Folge der ihm persönlich eigenen Theorie, dass alle Pferde ein und dasselbe Maul haben. Ich werde dieser Behauptung in einem anderen Teil dieses Werkes entgegentreten.

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