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II. Der Spanische Schritt.

Man sagt, das Pferd geht Spanischen Schritt,[1] wenn es die Vorderbeine, eins nach dem anderen, hochgehoben und gestreckt nach vorwärts bringt. Worauf es ankommt, ist die Art und Weise, wie das Pferd sein Bein zur Erde setzt; denn so leicht es auch ist, dem Pferde das Heben des Beines beizubringen, so schwer ist es andererseits, es zu lehren, das Bein richtig zur Erde zu setzen.

Man muss diese Arbeit zunächst zu Fuss vornehmen, indem man sich selbst an die linke Schulter des Pferdes und dieses mit der rechten Schulter an die Bande stellt; die Bande soll das Pferd verhindern, nach rechts auszuweichen. Man hält den Kopf des Tieres etwas hoch und schiebt es dabei nach rechts, um den grösseren Teil des Gewichts der Vorhand auf das rechte Vorderbein zu verlegen, und um so dem linken Vorderbein zu gestatten, sich mit Leichtigkeit zu erheben.

Darauf muss man das linke Vorderbein des Pferdes ganz leicht mit dem Reitpeitschenende berühren. Es


  1. Es ist nie recht bekannt geworden, weswegen diese Gangart mit „Spanischer Schritt“ bezeichnet wird; sie hat vom Spanischen nur den Namen und ähnelt durchaus nicht der Gangart des Andalusischen Pferdes. Das spanische Pferd geht mit gebogenen Knien und wirft das untere Bein von aussen nach innen; man nennt das jenseits der Pyrenäen „paso de campana“ (pendelartigen Gang — pas de la cloche —). Eigentlich müsste man den Spanischen Schritt „pas du conscrit“ (Rekruten-Schritt) nennen; denn es besteht zwischen beiden eine grosse Ähnlichkeit. ↩︎

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