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I. Die hohe Schule.

Die Übungen, mit denen wir uns jetzt beschäftigen wollen, sind nichts anderes, als die Fortsetzung, die natürliche Folge und die Vervollkommnung der vorausgegangenen. Sie sind schwieriger und weniger gebräuchlich; man nennt sie Übungen oder Kunstgänge der hohen Schule. Einige davon sind natürlicher, andere künstlicher Art. Alles, was den Galopp angeht, gehört z. B. den natürlichen Gängen an. Andererseits bringt der „Spanische Schritt“ das Wesen der künstlichen Gänge zum Ausdruck.

Ich habe oft sagen hören, dass die Arbeit der hohen Schule die Pferde zu Grunde richte, sie vor der Zeit abnutze und ihnen eine Unzahl von Fehlern einbrächte.

Man sagt und wiederholt es oft: „Wie ist es möglich, dass ein Pferd alle diese so viel Kraft erfordernden, anstrengenden Übungen ertragen kann, ohne seine Dauerhaftigkeit aufs Spiel zu setzen?“ Die Antwort ist einfach. Sehe man sich doch die Tonkünstler an; auch sie setzen sich den grössten Anstrengungen aus, auch sie entwickeln die grösste körperliche Energie. Sind deren Arme, Beine und Schultern etwa schlechter geworden, verbraucht? Nein, im Gegenteil, sie sind in der kräf-

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