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Wenden und Haltmachen ist ihnen peinlich; dafür fallen sie aber leicht hin. Da den Pferden die Haltung des Kopfes und des Halses nach Belieben freisteht, so können sie mit Erfolg den Reiterhilfen entgegenwirken; denn es ist Tatsache, dass die Kandare nur dann ihre volle Wirkung ausüben kann, wenn der Hals aufgerichtet ist und der Kopf beinahe senkrecht steht.

Bei tief hängendem Kopfe verliert die Kandare einen grossen Teil ihrer Wirkung auf die Kinnladen; sie wirkt nur noch als Trense, und das Pferd entzieht sich auf diese Weise der Hand. Man gibt wohl zu, dass ein grosser Prozentsatz gut geschulter Truppen-Pferde es verweigert, allein aus dem Gliede herauszugehen. Beweist dieser Umstand nicht am deutlichsten, dass die Dressur eine unvollkommene ist? Ein Pferd, welches nicht gehorcht, ist eben nicht dressiert.

Das sind die Resultate einjähriger und noch längerer unvernünftiger Vorarbeiten!

Bestimmungsmässig muss die Dressur derart betrieben werden, dass die jungen Pferde im Mobilmachungsfalle am 1. April in Reih und Glied gestellt werden können. Das wäre demnach die dreimonatliche Dressur. In Friedenszeiten dehnt man aber diese Dressur absichtlich auf ein ganzes Jahr aus und stellt das Pferd endgültig erst im nächsten Jahre in Reih und Glied ein.

Um dieses Verfahren zu rechtfertigen, führt man an, dass die Regimenter, bei welchen mit der Dressur zu rasch vorgegangen würde, oder welche, richtiger gesagt, Pferde nach den ersten drei Monaten der Dressur in Reih und Glied stellten, diejenigen wären, welche den meisten Verbrauch an Pferden hätten. Das ist wohl möglich, obgleich ich in dieser Hinsicht einige Zweifel hege.

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