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ohne ihm für den Augenblick Weiteres abzuverlangen. Das ist eine wirkliche Belohnung. Diese Praxis erleichtert die Dressur sehr.

Um einen vollständigen Erfolg zu erzielen, muss die Liebkosung von der Stimme begleitet sein. Beide zusammen erzeugen den höchsten Grad der Beruhigung, welchen man erreichen kann. In den meisten Fällen ist der Erfolg ein entscheidender.

VII. Die Strafen.

Wie vorstehend gesagt, beruht die Erziehung des Pferdes ausschliesslich auf den beiden verschiedenen Behandlungsarten seitens des Reiters: Auf Liebkosungen und Strafen.

Beide müssen unter allen Umständen rechtzeitig angewandt werden; aber ganz besonders ist dies bei der Strafe notwendig.

Vor allem empfehle ich dem Reiter, welcher ein schwieriges Pferd hat, sich niemals zu einem Zornesausbruch hinreissen zu lassen. Ist die Strafe verdient, so ist sie so stark zu erteilen, dass sie wohl dem Zorne gleichen kann, aber niemals das beabsichtigte Mass überschreitet. Im ganzen muss man die Pferde wie die Kinder behandeln. Jedermann weiss, dass es nichts Schlechteres gibt, als ein Kind im Zorne zu strafen. Das Pferd versteht nie, von welchem Gefühl man beherrscht wird; es erinnert sich nur des Schmerzes, welchen es empfunden hat, und des Widerstandes, unter welchem derselbe ihm zugefügt ist. Der Scharfsinn des Pferdes kann die Überein-

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