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muss eine wirkliche Reitschule sein, unter strenger Kontrolle stehen, und an seiner Spitze einen sachverständigen Mann haben, dessen Untergebene ausschliesslich völlig ausgebildete Reiter sind.

Man bringt nicht junge Pferde in einen guten Futterstand, indem man sie mit Hafer vollstopft, ebensowenig wie man sie dressiert, indem man sie einfach viel bewegt und sie in ihren Gangarten fördert.

Das Pferd ist drei bis vier Jahre alt.[1] Es kommt vom Züchter und ist in den Stall gestellt worden. Hierunter gebe ich nun an, nach welchen Gesichtspunkten und in welcher Steigerung ihm meiner Ansicht nach während der ersten drei Monate sowohl Futter, wie Arbeit zugemessen werden müssten.

Erster Monat.

Die ersten 14 Tage: Täglich sechs Liter Hafer.[2] Zwei morgens, zwei mittags und zwei abends. Eine Stunde Bewegung an der Hand, entweder in der Bahn oder besser noch im Freien, sobald die Witterung es erlaubt.

Zweite 14 Tage: Sieben Liter Hafer. Zwei


  1. Die Kastration muss mindestens sechs Monate vor Beginn einer jeden Arbeit erfolgt sein, jedenfalls spätestens mit zweieinhalb Jahren. Diejenigen Pferde, welche nach erfolgter Operation zu früh bestiegen werden, behalten ihr Leben lang einen schwachen Rücken. Es macht sich bei ihnen eine wiegende Bewegung der Kruppe bemerkbar, welche charakteristisch ist. ↩︎

  2. Ich spreche hier von einem Pferde, welches noch nie Hafer gefressen hat. Ist es mit Hafer aufgezogen worden, so wird man ihm sofort acht Liter geben müssen: zwei morgens, drei mittags, drei abends.

    Wenn ich von Hafer rede, so meine ich damit den einheimischen Hafer und nicht das nichtsnutzige Zeug, welches den Truppenteilen unter dem Namen „weisser russischer Hafer“ geliefert wird. ↩︎

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