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und jede Anstrengung muss ihm erspart bleiben. Erst mit vier oder viereinhalb Jahren ist es in der Figur annähernd fertig, erscheint muskulös und ist imstande, beschränkte Arbeit zu verrichten. Dieses ist die Zeit, in welcher man es beim Händler antrifft; rund, glänzend und fertig — für den Liebhaber nämlich, der weder pressiert ist, noch grosse Ansprüche macht. Dieselben Gesichtspunkte gelten für das Handelspferd, welches sich vom vorigen nur durch Minderwertigkeit unterscheidet.
Die Remonten taugen mit drei Jahren absolut nichts. Stellt man sie zwischen dem dritten und vierten Jahre der Remonte-Kommission vor, so sind sie in der Regel dicker geworden. Einige im letzten Moment verabreichte Metzen Hafer, die Peitsche und eine Portion Ingwer geben ihnen einen Anstrich von Kraft. In Wirklichkeit besitzen sie weder Muskulatur, noch Gang, noch inneren Gehalt. Sich selbst überlassen, fallen sie zusammen und tragen sich auf der Vorhand. Sie taugen für keinerlei Arbeit.
Hier sehen wir also Pferde, welche so ziemlich aus derselben Zucht hervorgegangen sind und auf dieselbe Weise aufgezogen wurden; die einen sind mit drei Jahren fertig und widerstehen der Anstrengung des Trainings und des Wettrennens, d. h. also der härtesten Arbeit. Die anderen sind mit viereinhalb Jahren kaum reif für eine sehr beschränkte Arbeit. Die letzten endlich taugen mit viereinhalb Jahren zu keinerlei Dienst. Man muss sie sorgfältig pflegen, sie zu Kräften kommen lassen und ihnen die fehlende Muskulatur verschaffen.
Woher kommt dieser Unterschied? Ist es die Natur, welche die einen frühzeitiger reifen lässt, als