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Wir erwähnten bereits, dass nicht alle Pferde auf dieselbe Weise springen. Auf einem Tier, welches mit allen vier Beinen gut vom Boden abspringt und über das Hindernis in beinahe horizontaler Haltung hinwegfliegt, hat der Reiter weiter nichts zu tun, als gerade und senkrecht sitzen zu bleiben.[1]
Führt das Pferd den Sprung mit hoch aufgerichteter Vorhand, ebenso wie bei einer Lançade[2] aus, so muss sich der Reiter in dem Moment des Hebens nach vorne überlegen, und zwar umsomehr, je ausgesprochener diese Bewegung des Pferdes ist; er verharre jedoch in dieser Haltung nur so lange, als das Pferd mit der Vorhand in der Luft ist. Sowie dieselbe zur Erde niedergeht, muss gerade umgekehrt der Reiter seinen Oberkörper zurücknehmen und zwar aus dreierlei Gründen: einmal, um durch die Wucht des vorschnellenden Pferdes nicht selbst nach vorn geworfen zu werden; zweitens, um die Vorhand zu entlasten, welche beim Landen den Stoss des Gesamtgewichts von Pferd und Reiter aushalten muss; endlich, um seinen Sitz wiederzufinden und in der Lage zu sein, dem Pferde Halt geben zu können für den Fall, dass es auf den Vorderbeinen schwach ist.
Wenn das Pferd beim Springen mit den Vorderbeinen das Hindernis streift oder die Kruppe erhebt wie zum Hintenausschlagen,[3] so muss man in dem Augenblick, in welchem die Vorhand über dem Hinde-
Siehe Tafel XXII. ↩︎
Siehe Tafel XXIII, Figur 1. ↩︎
Siehe Tafel XXIII, Figur 2. Wenn die Zügel straffer wären, könnte dieses Bild gleichzeitig noch dazu dienen, die Stellung eines Reiters zu veranschaulichen, welcher im Begriff ist, sein Pferd nach dem Sprunge aufzufangen. ↩︎